Blog by Markus Müller

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Samsung 830 Series - 512 GB SSD

Gestern habe ich meine neue SSD Festplatte bekommen. Eine Samsung 830 Series mit 512 GB.

Technische Daten

Max. Lesen:    seq. 520 MB/s
Max. Schreiben:     seq. 400 MB/s
Kapazität:    512 GB
Anschluss:    SATA 3 mit 6GB/s

Als Mainboard nutze ich ein Gigabyte x58a-UD7 Rev. 2.0. Dies war damals mit eines der ersten Mainboards mit aktuellem USB 3.0 und SATA 3. Leider wurde damals – um diese Techniken zu nutzen - ein Workaround  erstellt. Der SATA Anschluss nutzt für diese Geschwindigkeit 8 Lanes des PCI Express Buses. Zum Einsatz kommt hier ein Controller von Marvel. Hier ist es nun so, dass dieser nur eine maximale Transferrate von 360 MB/s schafft. Daher kann sich die volle Leistung leider nicht entfalten.

Bis zum gestrigen Tag war mir dieser Umstand nicht bekannt. Erst nach langem Testen und Recherche im Internet habe ich diese Information beiläufig entdeckt.

Ich habe mein System von meiner alten Samsung SSD mit Acronis gespiegelt. Das Booten lief ohne Probleme. Ich habe direkt ein Bench mit Crystal Mark durchgeführt. Das Ergebnis war nicht zufriedenstellend. Wie oben erwähnt brachte die Festplatte beim sequentiellen Lesen nur 360 MB/s.

Zunächst habe ich im Bios den SATA Controller von native IDE auf AHCI Betrieb umgestellt. AHCI bietet hier eine schnellere Übertragung als native IDE. Um zu booten musste ich die Festplatte zuerst an einen anderen SATA Port Anschließen, der noch im IDE Modus lief. Nach dem Start von Windows wurden die AHCI Treiber installiert. Nun konnte ich die Boot SSD Platte auch im AHCI Modus betreiben und Windows hochfahren. Tut man dies nicht, bringt Windows beim Hochfahren einen Blue Screen. Auch diese Umstellung brachte keine Performance.

Nun ging die Recherche los. Was kann die SSD noch so stark ausbremsen habe ich mich gefragt. Ich habe alle Optimierungen nochmals kontrolliert (Index Service, Prefetch, Defrag), habe die Treiber kontrolliert, ob auch der msahci Treiber genutzt wird und habe mittels AS SSD Benchmark  kontrolliert ob das Alignment stimmt und ob auch der SATA 3 Port genutzt wird. Alle diese Einstellungen waren korrekt. Dennoch war die Performance nicht wie gewünscht.

Beim “Alignment” geht es darum, den “Anfang” einer Partition auf einer SSD so auszurichten, dass der erste logische Sektor der ersten Partition genau mit einer physikalischen Speicherzelle (Page) auf der SSD übereinstimmt.

Wenn das NICHT der Fall ist, dann passiert beim Schreiben auf die SSD Folgendes: Windows adressiert einen Sektor, der dann aber dummerweise über eine Page-Grenze der SSD hinweggeht. Also muss die SSD statt EINEM jetzt ZWEI Blöcke erst löschen und dann wieder beschreiben. Und das kostet eben Performance beim Schreiben, nämlich ca. 50%. Zusätzlich wird die Lebensdauer der SSD verkürzt

Zum Schluss habe ich dann gelesen, dass ältere Mainboards für SATA 3 einen Marvel Controller benutzen. Dieser Controller nutzt 8 Lanes von PCIe und kommt auf eine max. Rate von 360 GB. Auf der Herstellerseite Gigabyte las ich dann, das mein Mainboard eben jenen Controller benutzt. Somit hat sich das Problem aufgeklärt. Trotz korrekter Einstellungen ist das Mainboard der Flaschenhals. Ich werde hier wohl umsteigen müssen.

Positiv ist jedoch die Geschwindigkeit bei 512K und 4K Daten hervorzuheben im Vergleich zur alten Samsung PM800 SSD. Hier werden die Werte um ein gutes Stück übertroffen und entsprechen her den wichtigen Werten. Somit kann man trotzdem ein Performancezuwachs verzeichnen.

 

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Dienstag, 21. November 2017
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