Blog by Markus Müller

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Neverwinter - mein erstes kleines Resümee

Die Open Beta hat begonnen und läuft nun schon ca. 14 Tage. Wie der Name schon sagt, ist es immer noch eine Beta Phase. Ich selbst spiele das Spiel mit gemischten Gefühlen. Warum? Das muss ich etwas weiter erläutern. Neverwinter geht als Free to Play Titel an den Start. Free to Play kenne ich von spielen wie Metin oder die ganzen free Browser Games die Grafisch was bieten aber im Detail Zeit- und Geldfresser sind. Aber warum Geldfresser wenn es doch Free to Play heißt? Grund hierfür ist der Ingame Shop mit dem der Entwickler Geld verdienen will. Bei Neverwinter gibt es einen solchen auch und die Preise sind nicht gerade gering. Man erhält zwar keine direkten Vorteile gegenüber anderen Spielern (Kein Pay to Win), aber dennoch ist es sehr hart an der Grenze dazu.

In der Theorie kann man sich auch alles erspielen. Man kann die so genannten Astral Diamanten gegen Echtgeld ZEN tauschen. Allerdings ist das Erarbeiten von Astraldiamanten so mühsam und der Tauschwert so hoch, dass es total unrealistisch ist diesen Weg zu gehen. Zudem liegt das Cap bei 24.000 AD pro Tag.

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Geh davon aus das du ca. 10.000 Max. 24.000 Astral Diamanten am Tag machst bei dem Kurs 1 Zen = 390 AD (600 * 390) 234000 AD. Du spielst also ca. 3 Wochen nur um einmal umzuskillen. Dabei darfst du nichts anderes an AD ausgeben. Somit stimmt die Aussage: "Man kann sich alles erspielen". Aber wie unrealistisch der Zeitfaktor ist, wird unter den Teppich gekehrt. Und das Umskillen ist mit eines der günstigsten Angebote. Gegen ZEN werden auch essentielle Dinge wie Taschen und Bankplätze verkauft oder neue Begleiter und Berufsmaterialien. Natürlich gibt es auch kosmetische Dinge wie Rüstungsfarben, Kleider, Charakter Redesign, Namensmarken usw.

Wenn ich mich also 100 % auf Neverwinter einlassen will, Komfort genießen will und auch meine Ausrüstung finetunen will, komme ich um den Faktor Geld nicht herum. Ich habe allerdings bereits ca. 250 € für das Spiel ausgegeben. Wenn ich jetzt noch bedenke, dass ich weiter investieren muss um später die guten Verzauberungen zu erhalten, oder mehr Taschen zu haben oder noch einen tollen Begleiter, oder nur mal umskillen will um Neues zu testen. Hinzu kommt noch, wenn ich einen Twink hoch spiele, muss ich mir alles wieder kaufen, da vieles nur für einen Charakter gilt.

Ich habe einfach das Gefühl gemolken zu werden mit dem Echtgeld. Ich habe die Befürchtung, Geld zu investieren und das Spiel bietet hinten heraus nichts mehr. Ganz zu schweigen davon, dass sie es unnötigerweise und mit Absicht durch mehrere Währungen und Shops undurchsichtig machen für den "Otto normal Verbraucher". Klar es ist nicht schwer das durch bzw. umzurechnen und die Relationen herauszufinden aber die "breite Masse" läuft hier direkt in den Nep.

Trotzdem ist es eine Abwechslung zu anderen Spielen dieser Art, da die Kämpfe nicht langweilig werden (aus meiner Sicht) und mir gefällt Stimmung und Grafik, auch das Foundry System ist sehr schön.

Im Fazit kann ich das Spiel für gemächlich/gemütliche Spieler empfehlen die eine schöne Story erwarten und Spaß haben wollen und es dann aber auch "gut" sein lassen, ist im Sinne von "mehr will ich gar nicht". Für Spieler die  Endgamecontent erwarten ohne dafür (leider sehr tief) in die Tasche greifen zu müssen, und ein sinnvolles PVP System wollen, kann ich es nicht empfehlen.

Gaming - Aktueller Stand Juni 2013
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