Blog by Markus Müller

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DPI bei Mäusen

In meinem Artikel will ich aus eigenem Verständnis erklären wie die Werte wie DPI, IPS, und FPS bei Mäusen eine Rolle bei Geschwindigkeit und Genauigkeit spielen. Zunächst gehe ich kurz auf die Begriffe ein und dann erkläre ich diese genauer. Ich hoffe der Text ist verständlich. Alle Angaben sind nicht zwingen zu 100% korrekt.

DPI
Dots per inch (1 inch = 2,54 cm) auch CPI genannt Counts per Inch. Gibt an wie viele Punkte (Pixel) sich der Mauszeiger auf dem Monitor bewegt, wenn ich die Maus auf dem Pad 1 inch bewege.
IPS
Inches per Second. Gibt an wieviele inch ich die Maus in einer Sekunde auf dem Pad bewegen darf, bevor der Sensor nicht mehr genau arbeitet und daher die Maus nicht mehr korrekt auf dem Bildschirm bewegt wird.
LOD
Lift off Distance. Gibt an wie hoch ich die Maus anheben darf ohne das sich der Mauszeiger bewegt. Wichtig wenn man die Maus anhebt um sie umzupositionieren. Dabei darf sich der Zeiger ja nicht bewegen.
FPS
Frames per Second. Dient der Positionsbestimmung der Maus. Der Sensor macht Bilder vom Mauspad und vergleicht dabei Bild A mit B und kann somit sagen, ob sich der Zeiger nach rechts oder links bewegt und wie weit.
Palm Grip
Halteart der Maus. Dabei liegt die ganze Hand auf der Maus. Die Bewegung erfolgt aus dem Unterarm heraus.
Claw Grip
Die Maus wird mit einer Art Klaue gehalten. Dabei erfolgt die Bewegung meist aus dem Handgelek.
Finger Tip Grip   Die Maus wird nur mit den Fingerspitzen gehalten. Gleicht etwa dem Claw Grip.
Polling Rate   Gibt an, wie oft die Positionsdaten von der Maus zum PC übertragen werden.

Die DPI

Steigen wir nun etwas genauer ein. Jeder Maushersteller wirbt in erster Linie mit immer mehr DPI. Was bringt diese ständige Erhöhung der DPI? Wenn ich Gamer werden will und die ganze Zeit mit einer normalen Maus spiele, weis ich wie viel ich die Maus auf dem Pad bewegen muss um den Zeiger von Punkt A nach Punkt B zu bringen. Habe ich nun eine Gaming Maus mit hoher DPI und will diese auch nutzen wird man feststellen je höher der DPI Wert desto schneller bewegt sich auch die Maus auf dem Bildschirm. Ab einem gewissen Wert kann man dann nicht mehr Spielen weil die Maus einfach zu schnell ist.

Grund hierfür ist folgendes. Der Sensor tastet den Untergrund 5600 mal in der Sekunde ab und merkt, dass die Maus bewegt wurde. Diese Punkte die Abgetastet werden sind Positionsdaten und werden an den PC übertragen. Dementsprechend wird die Maus auf dem Monitor bewegt. Wenn ich mit 5600 DPI die Maus 2,54 cm auf dem Pad bewege wird mein Mauszeiger sich auch um 5600 Pixel bewegen. Hieran sieht man, ich darf meine Maus nur minimal bewegen um eine große Strecke auf dem Monitor zurück zu legen.

In spielen wo es auf Genauigkeit ankommt ist daher ein hoher DPI Wert nicht immer von Vorteil da ich durch kleine Bewegungen oft schon über das Ziel hinaus schießen kann. Beispiel wären da Ego Shooter wo es auf einen genau gezielten Schuss ankommt vor allem im Zoom Modus. Eine hohe DPI ist hingegen Sinnvoll in RTS oder Rollenspielen wo es nicht so auf die Genauigkeit ankommt sondern auf Geschwindigkeit bei der Zeigerbewegung um entsprechende Einheiten auszuwählen usw.

IPS

Die IPS gibt an, wie schnell ich die Maus auf dem Pad bewegen kann ohne das es zu Verlusten kommt. Dies ist vor allem bei Lowsensern wichtig da diese die Maus weiter bewegen müssen und um sich im Spiel dann doch mal schnell zu drehen wird die Maus auch schneller auf dem Pad geschoben. Jenachdem wie schnell geschoben wird, kann es sein, dass der Sensor nicht mehr nachkommt und der Zeiger sich dann nicht mehr oder Fehlerhaft auf dem Bildschirm bewegt.

 

LOD

der LOD gibt an wie hoch ich die Maus heben kann bis der Sensor die Positionsdaten nicht mehr auswerten kann. Hebe ich die Maus um diese höhe an, bewegt sich der Mauszeiger nicht mehr. Dieser Wert ist auch wichtig für Lowsenser. Diese müssen ja gegenüber den Highsensern eine weitere Strecke auf dem Pad zurück um den selben Effekt zu erzielen. Sie müssen dann die Maus anheben und sie wieder auf den Ursprungsort auf dem Pad legen. Wenn dieser Wert zu hoch ist, dann bewegt sich der Zeiger beim zurücksetzen der Maus was natürlich nicht gewollt ist. Eine gesunde Mischung ist hier gefragt.
 

FPS

Frames per Second kennt man ja schon aus den Spielen. Aber bei Mäusen ist dieser auch wichtig. Der Sensor macht Bilder von der Mausunterlage. Je mehr FPS desto genauer kann die Position bestimmt werden. Betrachten wir das ganze mal als Beispiel von 2 FPS. In einer Sekunde werden 2 Bilder gemacht. Diese werden nun verglichen. Auf Bild A ist die Maus an Position X und auf Bild B ist sie weiter links auf Position Y. Der Abstand zwischen X und Y wird nun gemessen und in welcher Richtung Punkt Y zu X liegt. in dem Fall links. Das heißt mein Zeiger bewegt sich nach links und die Punkte (DPI) die zwischen X und Y liegen bewegen die Maus um die entsprechende Pixelzahl. Angenommen ich habe 1000 DPI eingestellt und bewege die Maus in einer Sekunde 1 Inch von links nach rechts. Der Sensor macht 2 Bilder und stellt daran fest, dass die Maus von Links nach rechts bewegt wurde und das genau 2.54 cm und dazwischen wurden 1000 Punkte abgetastet was wiederum heißt, der Zeiger bewegt sich 1000 Pixel nach rechts. Dieser wichtie FPS-Wert wird aber bei den meisten Herstellern gar nicht erwähnt. Razer gibt seit neustem neben DPI auch den IPS Wert an, mehr aber nicht.
 

Die Polling Rate

Die Pollingrate wird in Hz angegeben. Sie gibt an, wie oft die Positionsdaten von der Maus an den PC gesendet werden. Dies ist auch ein wichtiger Wert. Bei Herkömmlichen Mäusen liegt diese bei 125Hz also alle 8 ms werden die Daten an den PC übertragen. Moderne Gaming Mäuse haben eine Polling Rate von 1000 Hz. Das heißt jede Millisekunde wird der Wert übertragen. Dies führt zu einer flüssigeren Mausbewegung. Bei USB 1.1 Geräten bekommt man diesen Wert leider nicht hin, da der USB Port limitiert ist. Eine hohe Polling Rate kann auch die CPU auslasten weil dieser die Positionsdaten auswerten muss und den Zeiger auf dem Bildschirm entsprechend ausrichten muss. Bei älteren PCs kann man das schön im Task Manager sehen. Bei neuen PCs macht spielt dies keine große Rolle mehr.
 

Die Highsenser

Wie der Name schon sagt, spielen diese Spieler mit einer hohen DPI. Sie müssen die Maus nur wenig bewegen um große Strecken zurück zu legen. Dabei kommt es nicht zwingend auf Genauigkeit an. Geübte Spieler schaffen es dennoch ziemlich genau zu zielen indem sie die Maus nur minimal bewegen. Dies erfordert aber viel Eingewöhnungszeit.
 

Die Lowsenser

Diese Spielen mit einer niedrigen DPI und sind daher sehr genau. Nachteil ist natürlich, wenn diese schnelle bzw. weite Bewegungen machen müssen, müssen sie die Maus weit über das Pad bewegen und ggf. die Maus sogar anheben und wieder zurück führen oder kommen sogar mit der IPS in Konflikt weil sie die Maus zu schnell bewegen. Vorteil spielt dieser Stil wie gesagt bei der Genauigkeit aus und vor allem bei Shootern wo es auf das Zielen in gewissen Körperregionen ankommt. (Headshot).
 

Die Midsenser

Diese Spieler versuchen die Vorteile beider Arten zu vereinen. Dabei wird ein gesunder Mittelwert für sich selbst erörtert. Diese Art von Sense benutzen die meisten Menschen.


Softwareseitige Mausgeschwindigkeit

Nun gibt es noch einen weiteren verwirrenden Punkt. Und zwar die beeinflussung der Geschwindigkeit mittels Software. In Spielen sowie in Windows kann man die Zeigergeschwindigkeit nochmals anpassen. Dies ist aber nur Softwareseitig emuliert und kann zu Ungenauigkeiten führen. Das ganze funktioniert in etwa so. Bei der Standardeinstellung ist  1 DPI = 1 Pixel. Also eine Übersetzung von 1:1. Stelle ich nun die Geschwindigkeit hoch habe ich eine Übersetzung von 1:2. Im Klartext: Wenn ich mich um 1 DPI bewege springt der Mauszeiger um 2 Pixel statt nur um einen. Natürlich kann ich dann eine größere Strecke zurücklegen. Wenn ich die Maus 500 DPI bewege mache ich auf dem Monitor 1000 Pixel. Allerdings leidet darunter die Genauigkeit da ich nicht mehr Pixelgenau zielen kann. Stelle ich die Maus langsamer als Standard, so werden Signale von der Maus ausgelassen und die Maus bewegt sich nicht mehr bei jedem DPI. Das heißt: bewege ich die Maus 2 DPI wird nur 1 Pixel zurückgelegt.
 
Mein Rat daher: Stellt die Sensitivity auf Standard also eine 1:1 Übersetzung und regelt die Geschwindigkeit über den Maustreiber über die DPI. Sollte die Maus On-the-Fly DPI Switching unterstützen, sollte man dies nutzen.
 

Die Mauszeigerbeschleunigung

Die Beschleunigung bewirkt, je schneller ich die Maus auf dem Pad bewege, desto schneller bewegt sich auch der Zeiger. Dies verfälscht natürlich in Spielen die Genauigkeit weil ich nie die selbe Geschwindigkeit habe. Unter  Windows kann man dies gerne verwenden aber in Spielen ist es nicht zu empfehlen.
 

Die Monitorauflösung

Auch die Monitorauflösung greift die die Zeigergeschwindigkeit ein. Je höher die Auflösung desto schneller muss ich die Maus einstellen. Wenn ich mit 1024 spiele brauche muss ich von links außen nach rechts 1024 Pixel zurück legen. Wenn ich meine Maus passend dafür eingestellt habe ist das kein Problem. Wenn ich aber jetzt umstelle auf 1600 muss ich halt mehr Pixel zurück legen. Ich bewege die Maus auf dem Pad die selbe Strecke wie vorher, komme aber damit nicht mehr am rechten Rand an.  Wenn ich die Maus bei den selben Einstellungen über die selbe Strecke bewege würde ich dann bei 1024 stehen bleiben und dann bleibt noch ein Rest bis 1600. Das heißt ich muss die Maus nochmals anders einstellen für die höhere Auflösung und die DPI nach oben korrigieren. 

Mein Fazit

Nicht für jeden ist eine hohe DPI empfehlenswert. Anhand oben genannter Werte spielen viele Faktoren eine Rolle. Jeder Spieler spielt anders. Einige sind Low Senser die anderen High Senser. Ich für meinen Teil bin Mid Senser da ich bei ca. 1600 - 2000 DPI spiele. Ich bewege die Maus im Claw Grip und brauch daher eine Maus, die auch dafür geeignet ist. Laut den hier erörterten Funktionen von Softwaregeschwindigkeiten versuche ich das so einzustellen, das ich eine 1 zu 1 Übersetzung habe und die Mausseitige DPI entsprechend anpasse. Die Mauszeigerbeschleunigung habe ich in Spielen abgestellt. In Windows aber generell immer eingeschaltet. Der Rest ist Gewöhnungssache und jeder muss für sich selbst entscheiden ob er viel DPI braucht und welche ergonomische Form für ihn am Besten ist. Razer hat hierfür auf seiner Seite extra einen Konfigurator.

Razer Boomslang 2007 CE
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